28/05/2026
💡Beratertipp der Kanzlei Baker Tilly: Struktur schützt Vermögen in Familienunternehmen
Geopolitische Spannungen, steigende Energiepreise und unsichere Lieferketten setzen viele mittelständische Unternehmen unter Druck. Externe Krisen sind zwar unvermeidbar, ihre Folgen lassen sich jedoch durch ein strukturiertes Risikomanagement begrenzen. Ein zentrales Problem liegt darin, dass in gewachsenen Unternehmen operative Tätigkeiten, Immobilien, Beteiligungen und Liquidität oft unzureichend getrennt sind. Dies erhöht Haftungsrisiken und kann im Krisenfall zu steuerlichen Nachteilen führen, etwa durch die Aufdeckung stiller Reserven ohne Liquiditätszufluss.
Um dem entgegenzuwirken, sollten betriebliche und private Vermögensbereiche klar getrennt und steuerlich optimiert strukturiert werden. Ziel ist es, Vermögen aus dem operativen Risiko herauszulösen, ohne sofortige Steuerlasten auszulösen. Geeignete Maßnahmen sind etwa die Auslagerung von Immobilien in separate Gesellschaften, der Aufbau von Holdingstrukturen oder die Trennung von Sonderbetriebsvermögen. Diese erfordern jedoch sorgfältige Planung und die Einhaltung steuerlicher Vorgaben.
Auch die Platzierung von Liquidität ist entscheidend: Bleibt sie im operativen Geschäft, ist sie Risiken ausgesetzt und spätere Entnahmen können steuerlich belastend sein. Eine Holding kann helfen, Gewinne frühzeitig zu sichern und flexibel zu reinvestieren. Insgesamt muss die Struktur sowohl strategisch als auch steuerlich sinnvoll sein. Eine frühzeitige Planung stärkt die Stabilität und Handlungsfähigkeit von Familienunternehmen.
👉 Mehr zu diesem Thema können Sie in unserem Beitrag aus der Mittelbayerischen Zeitung finden