10/10/2022
mMomentum: die Märkte Update
Nach einer langen Sommerpause gibt es wieder ein Update zu den Märkten:
An den Aktienmärkten ging es seit Juni abwärts. Wobei es im Sommer zwischenzeitlich positive Signale aus Amerika gab, weil es hier zu neuen temporären Hochs kam. Da in der Regel die europäischen Aktienmärkte und speziell der DAX der Entwicklung folgen, war zu erwarten, daß es auch hier weiter raufgehen könnte und die Korrektur seit dem Allzeithoch von über 16.000 Punkten Anfang des Jahres wieder beendet sein könnte. So zumindest die Erwartung bei den Perma-bullen. Tatsächlich wurde letzte Woche die Marke von 12.000 temporär unterschritten. Den größten Einfluss hat aktuell die Zinserwartung der Notenbanken. So gab es im Sommer zwischenzeitlich die Meinung, daß die Zinsanhebungen in den US bereits ausreichen könnten bei der Bekämpfung der Inflation und die FED wieder mehr priorisieren würde, die Wirtschaft mit niedrigen Zinsen zu unterstützen. Daher auch der Anstieg. Inzwischen hat jeder Begriffen, daß die Notenbanken die Inflation bei weitem nicht im Griff haben und weiter steigende Zinsen notwendig sein werden.
Steigende Zinsen sind Gift für die Aktienmärkte auch wenn es der Wirtschaft gut geht. Wie sich das aber auswirken wird, wo inzwischen unverhohlen von einer drohenden Rezession die Rede ist, wird sehr interessant sein. Gewinne abzusichern und die Marktentwicklung von der Seitenlinie zu beobachten ist aktuell angeraten.
Interessanterweise ist (oder war) in der aktuellen Situation mit der bereits angekommenen Inflation, Gold und die Edelmetalle hinsichtlich der Entwicklung noch keine Alternative. Wie in der Vergangenheit öfter genannt, wurde die Marke von $1.700 angelaufen und inzwischen auch schon deutlich unterschritten. Allerdings sahen wir in der letzten Woche eine interessante Entwicklung, da die Werte der Edelmetalle stark anzogen. Wie bereits öfter erwähnt ist das Traden in diesen Werten sehr sehr anspruchsvoll, da es plötzlich zu starken Richtungsänderungen kommen kann. Zum Beispiel der Anstieg in der letzten Woche über 1.730 wurde dann in nur 2 Tagen wieder bis $1.690 korrigiert. Ich erwarte, daß die Erholung weiter fortgesetzt wird durchaus bis über $1.800. Jedoch steht damit noch nicht fest, ob dies schon die Wende und das Ende der seit Juni andauernden Korrektur ist. Bei Gold muss man damit rechnen, daß auch nochmal neue Tiefs unter $1.600 kommen. Es gilt zu beobachten, wie der letzte Woche gestartete Anstieg sich weiter entwickeln wird. Saisonal fallen die letzten beiden Monate des Jahres in der Regel positiv aus.
Öl könnte die Korrektur des Anstiegs, der schon letztes Jahr begann, die damals die wie prognostiziert Werte über $100 hievte -im Top bis knapp $135 im März anstieg- und seitdem wieder unter $100 fiel, auch letzte Woche beendet haben. Auch hier sah man einen starken Anstieg. Wenn dieser nun wieder über $100 Dollar steigt und sich dort halten kann, sind Preise über $140 möglich. Das würde wiederum die Preise an den Tankstellen in neue Dimensionen steigen lassen und die Inflation weiter anfeuern.
Der Bitcoin hat sich wie erwartet weiter nach unten entwickelt Und ist wir auch beschrieben bis unter $20.000 gefallen. Hier schaut es so aus, als wäre ein Boden gefunden. Ich könnte mir jedoch vorstellen, daß die letzten Tiefs bei etwa $18.500 sogar nochmal unterschritten werden könnten.
Die Konjunktive, weil ich auch keine Glaskugel habe und lediglich Szenarien anführe, die aus meiner Sicht eine höhere Wahrscheinlichkeit haben als andere. Die kann sich schnell mit aktuellen Entwicklungen ändern. Deswegen ist die stete Beobachtung unerlässlich.