01/09/2026
Sie werden mit der besten Handelsstrategie der Welt scheitern – wenn Ihr Kapital nicht reicht.
Ein niedriger Kapitalbedarf ist bei einem Trading-Angebot nicht automatisch ein Vorteil.
Entscheidend ist nicht, mit welchem Kontostand sich eine Position technisch eröffnen lässt. Entscheidend ist, ob das vorhandene Kapital auch normale Verlustserien und Drawdowns mit ausreichender Sicherheitsreserve verkraften kann.
Denn selbst eine sehr gute und langfristig profitable Handelsstrategie durchläuft Verlustphasen. Ist das Konto zu klein, können normale Drawdowns dazu führen, dass das Trading beendet werden muss, bevor sich der langfristige Vorteil der Strategie überhaupt auswirken kann.
Marginanforderungen oder die technisch mögliche kleinste Kontogröße sind deshalb kein ausreichender Maßstab für professionelles Risikomanagement.
Auch das Positionsgrößenmanagement sollte man sich genau ansehen. Besonders kritisch sind Ansätze, bei denen Positionen nach Verlusten vergrößert werden, um vorherige Verluste mit einem späteren Gewinn wieder auszugleichen.
Solche Martingale-Ansätze können lange Zeit sehr gleichmäßige Ergebnisse zeigen. Eine ungünstige Verlustserie kann das Risiko jedoch erheblich ansteigen lassen.
Eine interessante Prüffrage lautet deshalb:
Wie würde die Handelsstrategie bei gleichbleibender Positionsgröße abschneiden?
Erst wenn Handelslogik und Positionsgrößenmanagement getrennt betrachtet werden, lässt sich beurteilen, woher die gezeigte Performance tatsächlich kommt.