23/06/2026
Wer Familienvermögen über Generationen sichern möchte, stößt schnell auf die Frage: Welche Struktur passt besser – Deutschland oder Schweiz?
Beide Standorte bieten Vorteile. Die Unterschiede liegen jedoch im Detail: beim Stiftungszweck, bei der laufenden Besteuerung, bei der Substanzsicherung und bei grenzüberschreitenden Steuerfolgen.
Ein zentraler Unterschied:
In Deutschland lässt sich eine Familienstiftung sehr flexibel gestalten. Sie kann die Familie langfristig versorgen und eignet sich besonders für gewerbliche, immobilienbezogene oder unternehmerische Vermögensstrukturen.
In der Schweiz gelten strengere zivilrechtliche Grenzen. Reine Unterhaltsstiftungen sind nicht zulässig. Ausschüttungen müssen an konkrete Zwecke wie Ausbildung, Ausstattung oder Notlagen geknüpft sein. Ob und inwieweit Funktionen innerhalb der Stiftung von Familienmitgliedern gegen Vergütung übernommen werden können, ist im Einzelfall zu prüfen.
Auch steuerlich unterscheiden sich beide Modelle deutlich:
• Deutschland: flexible Satzungsgestaltung, attraktive Reinvestitionsmöglichkeiten und Schachtelprivileg bei bestimmten Beteiligungsstrukturen
• Schweiz: kein periodischer Steuerzugriff auf das Stiftungsvermögen wie die deutsche Erbersatzsteuer, aber kantonale Gewinn- und Vermögenssteuern
• Grenzüberschreitend: Bei deutschem Wohnsitz kann die Errichtung einer ausländischen Familienstiftung erhebliche Steuerfolgen auslösen
Die richtige Lösung hängt daher nicht vom Standort allein ab, sondern vom Ziel: Versorgung der Familie, Schutz des Vermögens, steuerliche Optimierung oder langfristige Nachfolgeplanung. Als Kanzlei begleiten wir Sie von der Machbarkeitsprüfung über die Satzungsgestaltung bis zur steuerlichen Strukturierung.
Planen Sie eine Familienstiftung oder die Restrukturierung Ihres Familienvermögens?
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