02/09/2026
Zwei Erben, gleiche Summe, verschiedene Entscheidungen: Sie hat vier Wochen vor dem Covid-Crash investiert, er lässt das Geld auf dem Konto.
Leo legt ihre 100.000 Euro im Januar 2020 in ein weltweit gestreutes Aktienportfolio. Im Februar dreht der Markt und bis Ende März ist knapp ein Drittel ihres Geldes weg. Einen schlechteren Einstieg konnte man in diesem Jahrzehnt kaum erwischen.
Lucas 100.000 Euro liegen bis heute auf dem Tagesgeldkonto. Erst kam der Jobwechsel dazwischen, dann der Umzug, dann war Sommer.
Tagesgeld hat von Januar 2020 bis August 2026 im Durchschnitt rund 1,2 Prozent im Jahr gebracht (Bloomberg, 01.09.2026). Aus Lucas 100.000 Euro wurden damit 108.317 Euro. Leos Portfolio steht bei 215.323 Euro (beide vor Kosten, vor Inflation).
Ehrlich dazugesagt: Rückblickend sieht Leos goldene Linie ruhiger aus, als die Jahre waren. Am Tiefpunkt im März 2020 standen rund 31.000 Euro von Leos Geld im Minus, 2022 und 2025 kamen weitere lange Rücksetzer dazu. Hätte sie in dieser Phase verkauft, wäre aus dem Buchverlust ein echter geworden.
Übrigens: Bei einer einmaligen Summe klären wir zuerst, wann welcher Teil des Geldes gebraucht wird. Was in den nächsten zwei, drei Jahren fest verplant ist, ordnen wir anders ein als das Geld, das dauerhaft liegen bleiben kann. Wie viel das bei dir ist, hängt von deiner Situation ab.
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Zahlen: Bloomberg, 01.09.2026. Zeitraum Januar 2020 bis August 2026, vor Kosten, ohne Inflationsbereinigung. Leo steht für ein weltweit gestreutes Aktienportfolio, Luca für ein Tagesgeldkonto zum Durchschnittszins. Beide Namen sind erfunden, die Rechnung ist ein Modell.
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⚠️ Disclaimer: Dieser Beitrag dient zur allgemeinen Information und stellt keine Anlageberatung dar. Kapitalanlagen sind mit Risiken bis hin zum Totalverlust verbunden. Vergangene Wertentwicklungen sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.