19/09/2022
Man liest es im Moment in vielen Zeitungen – die Unverpackt-Bewegung in der Krise! ⬇️
Viele urbane Unverpacktläden stecken in der Krise, da Ihnen die Kunden seit Anfang des Jahres wegbleiben. Ländliche Unverpacktläden hingegen verzeichnen einen stabilen Umsatz.
Doch liegt dies wirklich an der aktuellen instabilen (wirtschafts-)politischen Lage oder auch zunehmend daran, dass alteingesessene große Supermärkte und Discounter plötzlich auch ein gewisses Unverpacktsortiment anbieten, das über frisches Obst 🍒 und Gemüse 🫑 hinausgeht und damit plötzlich besonders preisattraktiv die Unverpacktläden rechts überholen? Durch ihre Marktmacht können sie die Waren selbstverständlich günstiger anbieten als die einzelnen kleinen Unverpacktläden.
Aber was wäre, wenn sich sämtliche Unverpacktläden zusammenschließen und eine Einkaufsgemeinschaft bilden? Wenn sie dadurch ihre Preise reduzieren und ihr Sortiment konsequent erweitern, sodass der zusätzliche Gang zum Supermarkt wegfällt? Dann könnten möglicherweise auch weitere Nischen das Portfolio ergänzen und die Unverpacktläden auch in der Stadt wieder attraktiver werden - oder ist das Image der Unverpacktläden (teuer und unvollständig) bereits so stark in unseren Köpfen verankert, dass wir vor allem in der aktuellen angespannten Lage diese Läden gar nicht erst betreten werden?
Wir wünschen uns, dass wir gerade in der aktuellen Situation unsere Augen weiter offenhalten, für neues, aber auch für altes, das an sich arbeitet, um attraktiver zu werden.
Denn sind wir mal ehrlich, glaubt ihr wirklich, dass bei den Bauern 🧑🌾 durch steigende Preise im Supermarkt mehr ankommt, oder eher, dass dieser Anteil an die Supermärkte geht? 💸 Lasst uns diejenigen nicht vergessen, die täglich der massiven Marktmacht die Stirn bieten und uns zeigen, wie es auch anders gehen kann!
Achtet ihr beim Einkauf auf Nachhaltigkeit und wenig Verpackung? ♻️