Dr. Schuhmann Gruppe

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Beim Grundstückserwerb dürfen sich Käufer nicht darauf verlassen, dass der Notar alle steuerlichen Pflichten übernimmt. ...
31/05/2026

Beim Grundstückserwerb dürfen sich Käufer nicht darauf verlassen, dass der Notar alle steuerlichen Pflichten übernimmt. Die Erwerbsanzeige ans Finanzamt muss innerhalb von zwei Wochen erfolgen. Auch wenn der Notar gemäß dem Grunderwerbsteuergesetz verpflichtet ist, ein beurkundetes Grundstücksgeschäft zu melden, bleibt die eigene Verantwortung der Erwerber bestehen. Der Bundesfinanzhof betont: Wer steuerlich betroffen ist, muss selbst handeln.

Bei der Übertragung von Grundstücken auf die nächste Generation wird oft der Nießbrauch vorbehalten: Das Eigentum geht ü...
24/05/2026

Bei der Übertragung von Grundstücken auf die nächste Generation wird oft der Nießbrauch vorbehalten: Das Eigentum geht über, die Erträge bleiben beim bisherigen Eigentümer. Die Schenkungsteuer bemisst sich am Wert abzüglich des Nießbrauchs. Stirbt der Schenker kurz nach der Übertragung oder verzichtet er später auf den Nießbrauch, steigt der Schenkungswert deutlich, und die Steuer kann höher ausfallen. Freibeträge für Kinder oder Ehegatten können die Steuer reduzieren, aber bei kurzen Lebenszeiträumen oder Verzicht ist Vorsicht geboten.

Für Unternehmen ändert sich beim Kauf eines Gegenstands meist wenig: Bei rein unternehmerischer Nutzung kann Vorsteuer a...
17/05/2026

Für Unternehmen ändert sich beim Kauf eines Gegenstands meist wenig: Bei rein unternehmerischer Nutzung kann Vorsteuer abgezogen werden, bei privater Nutzung nicht. Wird ein Gegenstand gemischt genutzt, besteht ein Zuordnungswahlrecht. Steigt der private Anteil, wird eine unentgeltliche Wertabgabe besteuert; steigt der unternehmerische Anteil, ändert sich nichts.
Neu durch ein BMF-Schreiben: Unternehmen mit nichtwirtschaftlichen Tätigkeiten (z. B. Vereine) können die Vorsteuer künftig nicht mehr automatisch abziehen. Änderungen im Nutzungsumfang müssen dann nachträglich berücksichtigt werden.

Der Splittingtarif bei der Einkommensteuer erlaubt es Ehe- oder Lebenspartnern, ihr gemeinsames Einkommen zusammenzurech...
12/05/2026

Der Splittingtarif bei der Einkommensteuer erlaubt es Ehe- oder Lebenspartnern, ihr gemeinsames Einkommen zusammenzurechnen und so oft in Summe weniger Steuern zu zahlen. Besonders Paare mit unterschiedlichen Einkommen profitieren, da der Grundfreibetrag optimal genutzt und die Progression gemildert wird. Hohe Einkommen profitieren kaum. Das Wahlrecht besteht jährlich, und finanzielle Ausgleiche zwischen Partnern sind bereits möglich. Eine Abschaffung ohne gleichzeitige Steuersenkung würde viele Familien faktisch belasten.

Das Reverse-Charge-Verfahren bedeutet, dass bei bestimmten Leistungen – besonders von ausländischen Unternehmen – nicht ...
03/05/2026

Das Reverse-Charge-Verfahren bedeutet, dass bei bestimmten Leistungen – besonders von ausländischen Unternehmen – nicht der Leistende, sondern der Empfänger die Umsatzsteuer schuldet. Auch Kleinunternehmer oder pauschalierende Landwirte müssen sie oft zahlen, selbst bei privater Nutzung. Wird das Verfahren übersehen, droht Doppelbesteuerung. Unternehmen sollten Rechnungen aus dem Ausland genau prüfen und bei Fehlern die Steuer unverzüglich nachmelden.

Durch die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns ab 01.01.2026 auf 13,90 Euro beträgt die neue Minijob-Grenze 603 Euro i...
26/04/2026

Durch die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns ab 01.01.2026 auf 13,90 Euro beträgt die neue Minijob-Grenze 603 Euro im Monat. Ein Minijobber kann also monatlich regelmäßig bis zu 603 Euro verdienen, dabei sind Verdienstschwankungen, also geringe Über- und Unterschreitungen der monatlichen Geringfügigkeitsgrenze möglich. Bei einem ganzjährig ausgeübten Minijob darf allerdings das Jahresentgelt die Verdienstgrenze von 7.236 Euro (Jahr 2025: 6.672 Euro) nicht überschreiten.
Durch die Anhebung der monatlichen Geringfügigkeitsgrenze seit 01.01.2026 auf 603 Euro umfasst der Übergangsbereich 2026 für sog. Midijobs den monatlichen Entgeltbereich von 603,01 - 2.000 Euro.
Ab dem 01.07.2026 haben geringfügig entlohnte Beschäftigte die Möglichkeit auf einmalige Aufhebung der Befreiung von der Rentenversicherungspflicht für zukünftige Entgeltabrechnungszeiträume.

Ein Geldinstitut veranstaltete 2019 einen Empfang für den scheidenden Vorstandsvorsitzenden und seinen Nachfolger. Rund ...
19/04/2026

Ein Geldinstitut veranstaltete 2019 einen Empfang für den scheidenden Vorstandsvorsitzenden und seinen Nachfolger. Rund 300 Gäste aus Vorstand, Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Kultur waren eingeladen, organisiert von der Personalabteilung. Das Finanzamt wollte die Kosten als Arbeitslohn anrechnen, der Bundesfinanzhof entschied jedoch: Solche Feierlichkeiten sind nur dann Arbeitslohn, wenn sie private Anlässe des Arbeitnehmers sind – nicht, wenn der Arbeitgeber ein betriebliches Fest ausrichtet (Az. VI R 18/24).

2022 übergab ein Unternehmer 16 Mitarbeitern Gutscheine wie SteuersparCards, ohne Lohnsteuer anzumelden. Das Finanzamt w...
12/04/2026

2022 übergab ein Unternehmer 16 Mitarbeitern Gutscheine wie SteuersparCards, ohne Lohnsteuer anzumelden. Das Finanzamt wollte pauschal 25 % Lohnsteuer erheben. Das Finanzgericht Münster entschied: Bei weniger als 20 Arbeitnehmern ist eine pauschale Lohnsteuer-Nachforderung nach § 40 Abs. 1 EStG rechtswidrig (Az. 6 K 2300/23 L). Ob Geld- oder Sachleistungen gezahlt werden, spielt dabei keine Rolle.

💐 Frohe Ostern! Wir wünschen Ihnen eine angenehme Zeit im Kreis Ihrer Liebsten und einen guten Start in den Frühling 🌞
05/04/2026

💐 Frohe Ostern! Wir wünschen Ihnen eine angenehme Zeit im Kreis Ihrer Liebsten und einen guten Start in den Frühling 🌞

Der Steuerberater des Klägers hatte dem Finanzamt eine Vollmacht zur Vertretung in Steuersachen übermittelt, die auch di...
29/03/2026

Der Steuerberater des Klägers hatte dem Finanzamt eine Vollmacht zur Vertretung in Steuersachen übermittelt, die auch die Entgegennahme von Steuerbescheiden und Verwaltungsakten umfasste. Das Finanzamt verschickte jedoch einen Haftungsbescheid wegen Steuerschulden einer GmbH, deren Geschäftsführer der Kläger war, direkt an die private Adresse des Klägers. Der Kläger legte über einen Monat nach Zustellung Einspruch ein und argumentierte, dass der Haftungsbescheid aufgrund der bestehenden Empfangsvollmacht an seinen Steuerberater hätte gesendet werden müssen.
Das Finanzamt lehnte den Einspruch als unzulässig ab, da der Kläger die Frist versäumt hatte. Das Finanzgericht Münster entschied jedoch, dass der Haftungsbescheid tatsächlich an den Steuerberater zugestellt werden hätte müssen, da die Empfangsvollmacht des Klägers keine Einschränkungen hinsichtlich bestimmter Steuerangelegenheiten oder Steuernummern hatte. Das Gericht stellte klar, dass eine solche Vollmacht für alle Verwaltungsakte gilt, auch wenn eine neue Steuernummer vergeben wurde. Es sei unerheblich, ob das Finanzamt technisch in der Lage war, bestehende Vollmachten bei neuen Steuernummern zu berücksichtigen. Da die Bekanntgabe des Bescheides an den Kläger nicht korrekt erfolgte, wurde die Einspruchsfrist nicht in Gang gesetzt, und das Finanzamt hatte den Einspruch zu Unrecht als unzulässig verworfen.

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