23/12/2025
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Ernüchternder Blick auf die 2026 im neuen Jahr:
Moderate Entlastung bei unteren und mittleren Gehältern, Minus im Geldbeutel von höheren Einkommensgruppen.
Trotz angekündigter Steuersenkungen kommt netto oft kaum mehr im Geldbeutel an. Berechnungen der DATEV zeigen:
In den meisten Lebenssituationen steigt das Nettogehalt bei Monatslöhnen bis 5.500 Euro zwar leicht, die Entlastung fällt jedoch sehr gering aus. Das größte Plus erzielen Singles mit 5.500 Euro Monatsgehalt – gerade einmal 64 Euro mehr im Jahr. Grundlage der Auswertung sind unterschiedliche Konstellationen: Singles, Verheiratete mit und ohne Kinder sowie Alleinerziehende.
Zwar wirken zum steuerliche Entlastungen wie der höhere Grund- und Kinderfreibetrag, verschobene Tarif-Eckwerte und höhere Freigrenzen beim Solidaritätszuschlag, doch steigende Beiträge und Bemessungsgrenzen in den Sozialversicherungen neutralisieren den Entlastungseffekt weitgehend.
Besonders spürbar ist der höhere Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung, der im Durchschnitt von 2,5 auf 2,9 Prozent steigt. Für Verheiratete mit Einkommen bis 2.500 Euro führt das sogar zu einem leichten Minus auf dem Konto, da hier noch keine Lohnsteuer anfällt und steuerliche Entlastungen nicht greifen. So macht sich der Zusatzbeitrag für die gesetzliche Krankenversicherung stärker bemerkbar.
Bei den Einkommen oberhalb von 5.500 Euro wirkt sich zusätzlich die angehobene Beitragsbemessungsgrenze für die Kranken- und Pflegeversicherung aus, sodass diese Gehaltsgruppen durchgängig mit höheren Abzügen vom Brutto konfrontiert sind.
Bei Einkommen über 8.000 Euro kommt zusätzlich die angehobene Bemessungsgrenze in der Renten- und Arbeitslosenversicherung hinzu. Am stärksten betroffen sind Verheiratete mit 9.000 Euro Monatsgehalt. Sie haben 2026 bis zu 464 Euro weniger im Jahr zur Verfügung.
Ein Sonderfall: Singles mit 8.000 Euro Monatsgehalt. In dieser Konstellation gleichen niedrigere Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag die höheren Sozialabgaben nahezu aus – am Ende bleibt ein Plus von zehn Euro im Jahr.
Die Berechnungen der basieren auf den Lohn- und Gehaltsabrechnungen von rund 14,7 Millionen Arbeitnehmer:innen, die monatlich mit unserer erstellt werden.