20/08/2026
25 Jahre IVFP. Das sind ein Vierteljahrhundert Daten, Analysen und Insights aus dem Herzen der Vorsorgelandschaft. 📊
Märkte wandeln sich, Gesetze ändern sich, aber die Grundfragen der finanziellen Absicherung bleiben. Wer die Trends der letzten Jahre versteht, kann besser einschätzen, wohin die Reise in den nächsten Jahren geht.
Anlässlich unseres Jubiläums blicken wir zurück und zeigen auf, was wir gelernt haben.
Das sind die 7 zentralen Erkenntnisse aus 25 Jahren IVFP Analysearbeit:
1. Altersvorsorge ist von „Produktverkauf“ zu Systemberatung geworden
Vor 25 Jahren stand oft das einzelne Produkt im Vordergrund. Heute müssen gesetzliche, betriebliche und private Vorsorge zusammen gedacht werden. Riester wurde 2002 als staatlich geförderte zusätzliche kapitalgedeckte Altersvorsorge eingeführt; das Alterseinkünftegesetz hat ab 2005 die Besteuerung von Altersvorsorgeaufwendungen und Alterseinkünften grundlegend umgestellt.
Botschaft an Makler:innen: Wer Altersvorsorge berät, berät heute immer auch Steuerlogik, Förderlogik, Flexibilität und Lebensphasenplanung.
2. Garantien haben ihre Rolle verändert
Früher war die klassische Garantie oft das zentrale Verkaufsargument. Die Niedrigzinsphase hat gezeigt: Garantien sind wertvoll, aber sie kosten Renditechancen. Der Höchstrechnungszins lag zuletzt bei 0,25 Prozent und wurde ab 2025 auf 1,0 Prozent angehoben; der GDV betont zugleich, dass der Höchstrechnungszins nicht identisch mit einem individuell gewährten Garantiezins ist.
IVFP-Kernpunkt: Garantie ist kein Qualitätsmerkmal an sich. Entscheidend ist, ob Garantie, Renditechance, Kosten und Kundenziel zusammenpassen.
3. Kapitalmarkt ist in der Altersvorsorge unverzichtbar geworden
Fondspolicen, ETFs, hybride Konzepte, Comfort-Modelle und Indexpolicen zeigen: Altersvorsorge ist kapitalmarktnäher geworden. Das passt auch zur aktuellen Marktbeobachtung: Im IVFP-Privatrenten-Rating 2026 gewinnen fondsgebundene Lösungen, flexible Auszahlungsmodelle und ETF-Angebote weiter an Bedeutung; klassische Garantiekonzepte bleiben relevant, verlieren aber an Dominanz.
Botschaft an Makler:innen: Die zentrale Beratungsfrage lautet nicht mehr „Garantie oder Fonds?“, sondern: