03/06/2026
Bisher wurden im Praktischen Jahr 30 Fehltage für alles zusammengezählt: Krankheit, Urlaub, Kind-krank-Tage und Lernzeit vor dem M3. Genau das hat dazu geführt, dass Studierende krank in die Klinik gegangen sind, weil sie sonst freie Tage oder Lernzeit verloren hätten. Die bvmd warnt, dass dadurch nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch Patient:innen und Kolleg:innen gefährdet werden können.
Jetzt soll sich etwas ändern: Laut Referentenentwurf sollen künftig bis zu 10 zusätzliche krankheitsbedingte Fehltage mit ärztlichem Attest möglich sein. Außerdem soll die bisherige Begrenzung der PJ-Aufwandsentschädigung auf den BAföG-Höchstsatz wegfallen. Kliniken könnten dann mehr zahlen, müssen es aber nicht automatisch.
Warum das wichtig ist?
Weil PJ-Studierende längst versorgungsrelevante Aufgaben übernehmen, aber häufig noch immer so behandelt werden, als wäre ihre Arbeit kaum etwas wert. Auch der Deutsche Ärztetag kritisierte bereits, dass Krankheitstage bisher von der allgemeinen Fehlzeitenregelung abgezogen wurden, was im schlimmsten Fall zur Folge hatte, dass sich der Abschluss um 6 bis 12 Monate verzögert.
Was meinst du: Reicht es, Kliniken nur zu erlauben, mehr zu zahlen oder braucht es endlich eine verpflichtende Mindestvergütung für alle PJ-Studierenden?
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